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Kitesurf-Forum


[Slingshotriders Austausch von tips und Tricks] RPM 2010
  • 15. Apr 2010 - 15:49 Uhr  
    Testbericht 12er Slingshot RPM 2010

    Aloha!

    Einleitend möchte ich klarstellen, dass ich für [URL="http://www.United-Ocean-Sports.de"]United-Ocean-Sports.de[/URL] Teamfahrer für Slingshot bin. D.h. nichts anderes, dass ich mein Singshot-Material für Testmöglichkeiten zur Verfügung stelle und im Sinne des Shops berate. Dies soll jedoch nicht mein Urteilsvermögen beeinträchtigen (steh nicht auf Gehype), um einen zwar subjektiven aber für mich ehrlichen Testbericht zu verfassen. Wer mich kennt, weiss das auch...

    Meine Eindrücke beziehen sich nur auf den neuen 2010er RPM in 12, da der 8er aufgrund von Windmangel noch nicht zum Einsatz kam (kommt hoffentlich bald).

    Zu mir, ich kite seit 2004, habe damals natürlich mit C-Kites angefangen. Mit einer 5. Leine habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, daher bin ich seitdem immer nur 4-Leiner geflogen. Auf den Hype mit den Bow-Kites von Cabrinha bin ich damals nicht aufgesprungen. Habe natürlich gleich mal einen Crossbow 1 in die Hand bekommen und ihn nach 10 Minuten dankend zurück gegeben! :o Als die ersten Hybrid-Schirme rauskamen, habe ich mir Caution-Schirme gekauft. Endlich mal schnelle Schirme mit einem einfacheren Relaunch als bei meinen C-Kites, dafür sehr instabil. Zwischenzeitlich konnte ich alles mögliche an aktuellen Schirmen (C, Hybrid-C, C-Hybrid, Delta, Sigma-Delta, Bow, Foil,...:eek:) testen, da ich sowieso vorhatte, wieder Richtung C-Kites zu gehen. Den 09er RPM hatte ich letztes Jahr auch schon in der Hand und fand ihn richtig gut. Als ich das Angebot von Andreas bekam, für ihn als Slingshot-Teamfahrer zu fahren, konnte ich nicht ablehnen. Ich bin nicht auf einen bestimmten Stil festgelegt, ich mag Oldschool, Newschool und Welle gleichermaßen...

    Nun aber zum RPM:
    Der RPM wird als Crossover-Schirm beworben, der für alle meine Anforderungen bestens passen soll. Wie gut er sich in der Welle macht, konnte ich bisher nicht testen, werde ich aber dann berichten. Ausgeliefert wird er in einer Überraschungsfarbe. Meine Farbkombi ist diese, ...

    [IMG]http://loebus-web.de/gallery/data/media/4/DSC03213-2.JPG[/IMG]

    ...die ich auch sehr gelungen finde.

    [B]Rucksack:[/B] Endlich mal ein praktischer Rucksack mit extra Taschen für Zubehör, Halterung für Pumpe, Board, Bar, sorry, hatte sowas vorher nicht, war ne Art Seesack... :o

    [B]Flugverhalten:[/B] Am Auffälligsten finde ich die absolute Stabiltät des Schirms sowie die Schnelligkeit. Keinerlei Stalltendenz, auch voll unterspringen stört ihn nicht. Auch in Böen sieht man keine Profiländerungen oder gewabbel. Er hat einen guten Grunddruck und ist total berechenbar. Dies gibt einem die Sicherheit, neue Tricks zu probieren. Durch die verschiedenen Einstellmöglichkeiten für den Bardruck kann man den Kite nach seiner persönlichen Vorliebe trimmen. Ich fand z.B. die Standardeinstellung vom Bardruck und Druckpunkt her zu schwammig. Ein Knoten weiter gefiel mir die Sache schon deutlich besser! Der Kite dreht sehr schnell und um die Tips, somit kein Tellern bei Loops. In Kiteloops hat er bekanntermaßen einen guten Wumms. :-D Da ich von Hybrid-Kites komme, musste ich mich beim Springen wieder an die C-Kite-Sprungtechnik gewöhnen. Am Anfang war man fast enttäuscht, das das Einfach-nur-nach-oben-lenken-und-Bar-ranziehen nicht so richtig nach oben katapultierte. Lenkt man den Schirm energischer zurück und achtet auf einen sauberen Absprung, dann geht’s auch kräftig nach oben. Dadurch dass der RPM etwas tiefer im Windfenster steht, hat man ausgehakt einen super Pop. Höhe läuft er daher im Vergleich zu Hybrid-Kites, die wesentlich weiter im Windfensterrand fliegen, sicherlich etwas schlechter, reicht aber vollkommen. Eine weitere Anknüpfoption ist der Wakestyle-Modus (im Gegensatz zum Freestyle-Modus). Hier braucht man vor dem Umknüpfen keine Angst zu haben, der Schirm steht etwas tiefer im Windfenster und fliegt sich etwas langsamer. Aber das ist ja auch genau das, was man zum Wakestylen braucht. Höhe läuft er trotzdem noch problemlos! ;)

    [B]Windbereich:[/B] Der Open-C-Shape des RPM gibt ihm mehr Depower als ein reiner moderner C-Kite, aber weniger Depower als bei Hybrid/Delta/... Für mich total ausreichend, denn ich brauche keinen Schirm, der beim Bar-nach-oben-schieben schon vom Himmel fällt. Die Windangaben von Slingshot halte ich für realistisch. Das Low-End ist sehr gut, aber ich werde jetzt nicht mit Knoten um mich werfen. Hängt ja auch von zu vielen Faktoren ab (Gewicht, Fahrkönnen, Boardgröße, Boardshape, Windbedingungen, Revierbedingen,...). Ich habe mit 82kg den 12er als größten Kite für die Ostsee und das reicht auch.

    [B]Relaunch:[/B] Der Relaunch klappt super durch ziehen einer Steuerleine. Wenn man die Steuerleine länger gezogen lässt, dreht er sich weiter und man kann einen halben Russenstart machen (super bei Welle). Bei zu wenig Wind soll auch noch der Rückwärtsstart gehen, den ich bisher nur im Video gesehen, aber selbst noch nicht probiert habe. Man sollte nicht vergessen, die Onepump-Klemmen zu zu machen, da er sonst bei kaltem Wasser zu viel Druck verliert und er beim Relaunch einknickt.

    [B]Verarbeitung:[/B] Zu der Verarbeitung kann ich nicht viel sagen, sieht sehr gut verarbeitet aus, wird die Zeit zeigen. Das Tuch macht auf jeden Fall einen sehr stabilen Eindruck.

    [B]Bar:[/B] Als erstes ist mir aufgefallen, dass die Bar recht schwer ist, was man beim Fahren natürlich nicht merkt. Außerdem sind die Frontleinen dicker als die Steuerleinen. Ich habe den Eindruck, die halten ne Weile! :p Neu an der 2010er Bar ist der Swivel, der die Frontleinen ausdreht und das funktioniert tatsächlich wunderbar! Hatte die Bar auch schon im Sand liegen... Eine weitere geniale Erneuerung ist, dass der Chickenloop beim Aushaken arretiert wird, was ein viel leichteres wiedereinhaken ermöglicht. Ich konnte teilweise durch den Trockenanzug den Trapezhaken nicht sehen, trotzdem hat jedesmal beim 1. Versuch geklappt. Zudem gibt es für die Newschool-Cracks nun eine Metallöse (wo auch der Chickendick ist), um sich Suicide einzuhaken. Der Stopperball auf dem Barweg funktioniert, der Depower-Tampen wird unten dicker, so dass man den Stopperball nicht komplett runter ziehen kann. Sonst würde ja auch die Safety nicht mehr funktionieren. Die größte Umgewöhnung ist der Clam-Cleat Adjuster am Chickenloop (hatte vorher Pull-Pull). Nach ein paar Mal fahren habe ich mich schon daran gewöhnt. Man kann dabei einstellen (umbauen), ob man den Adjuster mit links oder rechts bedienen möchte. Bezüglich des Adjusters ist mir negativ aufgefallen, dass man ihn nicht komplett durchrutschen lassen darf. Bei gut Druck hat man echte Probleme, ihn wieder raus zu bekommen und ist da auf Vollpower. Wenn man’s weiss, achtet man auch darauf.

    [B]Safety:[/B] Die Safety ist gut zu greifen, vielleicht sollte sie besser rot sein. Der Schirm wird sofort drucklos, sehr safe. Das dumme ist nur, dass die Bar ungestoppt nach vorne schießt. Hier sollte man nachträglich eine Stopperkugel anbringen (ich besorg welche). Der Zusammenbau der Safety ist easy, auch im Wasser (nicht selbstverständlich). Ich war zwar nie ein Freund von diesen Metallstiften, ging aber im Gegensatz zu anderen Systemen doch recht einfach.

    [B]Fazit:[/B] Selber testen, das könnt ihr natürlich auch bei [URL="http://www.united-ocean-sports.de/index.php?option=com_content&view=article&id=143:markus-loebus&catid=21:teamrider&Itemid=10"]mir[/URL] (Region Ostsee). Der Preis für einen RPM ist nicht zu verachten :eek:, aber ihr wisst ja, wie's läuft... Für Anfragen könnt ihr gerne auf mich zukommen.

    Weitere Detailbilder gibt es [URL="http://loebus-web.de/gallery/categories.php?cat_id=4"]hier[/URL]! ;)

    Viele Grüße,
    Markus
    Kiteloebi